Wie ich eine Stunde meines Lebens mit Programmieren verbrachte

Es ist 18:29 Uhr an diesem Montagabend. Draußen ist es bewölkt, regnerisch – auf gut Wienerisch “schirches Wetter”. Deshalb denke ich mir, ist eine Stunde doch gut investiert, um in die Welt des Programmierens hineinzuschnuppern.

Auf Codecademy wird mir nach einem “sorting quiz” das Erlernen von sogenannten “SQL” (ausgesprochen “sequel”) empfohlen. Das soll angeblich sehr benutzerfreundlich zu lesen sein, und das klingt doch gar nicht so mathematisch und kompliziert. Aber an dieser Stelle auch eine Notiz für interessierte Programmierer: Englisch wird fast vorausgesetzt. Auch wenn die einzelnen “Computersprachen” oft nicht mit den allgemein gebräuchlichen “Sprachen” übereinstimmen, ist doch alles mit Englisch verknüpft. Das Erlernen von Codes ist also untrennbar mit dem Erlernen gewisser englischer Begriffe verknüpft. Aber jetzt zu SQL, meinem mysteriösen Begleiter für den Abend.

Zuerst gibt mir Codecademy eine Einführung in SQL. Warum sollte man das überhaupt lernen? Das ist natürlich eine sinnvolle Frage zum Einstieg und wird auch mehr oder weniger verständlich dargestellt. Es geht dabei um Analyse und um Filtern wichtiger Information. Das klingt tatsächlich realitätsnah und wichtig und auch für eine Laien wie mich relevant.

Mit Anleitung wirkt es fast spielerisch, aber mit dem logischen Verständnis gibt es Probleme. Außerdem nervt die Fehlersuche: Ein Punkt-Beistrich oder Beistrich oder Klammer kann schon dazu führen, dass nichts ausgeführt werden kann. Dass es an Kleinigkeiten scheitern kann, liegt mir nicht. Pünktlich um 19:29 Uhr lass’ ich es wieder sein.

Kommentar: Der Flugverkehr ist alternativlos

Fliegen ist nicht mehr sexy. Ein gefährlicher Imagewandel, der kaum Probleme löst.

#flygskam – übersetzt “Flugscham” – ist 2017 erstmals aufgekommen. Noch bevor Greta Thunberg der Klimabewegung ein Gesicht gab, hat der schwedische Sänger Staffan Lindberg bekannt gegeben, das Fliegen aufzugeben. Aber was ist geblieben, von der Aufforderung, dass Fliegen sein zu lassen und wenn schon fliegen, dann bitte nur mit viel Schamgefühl und ausreichend CO2-Kompensation?

Fliegen ist im Jahr 2020 nicht mehr sexy. Jetzt erst recht nicht, weil durch Corona sämtliche Regierungen dieser Welt den Passagierverkehr auf Luftwegen eingeschränkt oder ganz lahmgelegt haben. Was aber wirklich deutlich wurde in den vergangenen Monaten: Der Flugverkehr ist entgegen aller Lautsprecher der Klimabewegung und “Flygskam”-Befürworter alternativlos. Das sah man anhand der Transportflüge, die wichtiges Schutzmaterial von China nach Europa brachten, das sieht man anhand der wirtschaftlichen Abhängigkeit. Ob Arbeitsplätze, persönliche Freiheit oder Versorgung – anhand aller Berichte über die Staatshilfen für Lufthansa und Co. sah man Melancholie aufkommen.

Kompensieren klingt gut

Dieses Jahr ist vielen wohl klargeworden, dass am Luftverkehr doch so einiges mehr hängt, als gedacht. Die “Verschmutzer”, die sich schämen müssen, sind nicht die jährlichen Sommertouristen, die nach Spanien oder Italien fliegen. Das wäre einfach, aber nicht der richtige Ansatz. Jene, die meinen, mit CO2-Kompensation sei Fliegen doch nur ein “halb so großes Problem” und sich dann leichtsinnig damit rühmen, “kompensiert” zu haben, sollen sich da schon eher angesprochen fühlen. Auch die Luftfahrt selbst glaubt, damit wieder mehr Passagiere ins Flugzeug locken zu können und dem schlechten Gewissen Adieu zu sagen. Dabei wird so echte Innovation außen vor gelassen. Dieser Vorgang wurde auch schon treffend als “Greenwashing” in der Luftfahrtindustrie beschrieben.

Wenn man mit Menschen in der Branche spricht, merkt man, dass die ihren Job gerne machen und sich mit ihrem Beruf sehr stark identifizieren. Für Millionen Angestellte weltweit ist die spezifische Ausbildung an den Luftverkehr bindend. Das mag daran liegen, dass Fluglinien auch Identität schaffen. Wenn der Walzer von Strauss im Gang eines AUA-Flugzeuges erklingt, weiß man auch: Zuhause ist nicht fern. Es ist aber keinesfalls ein entweder-oder. Hier kann sich die Bahn noch einiges abschauen – den Flugverkehr ersetzen kann sie aber nicht.

Flugbegleiterinnen im Home-Office

© Unsplash/Miguel Angel Sanz
Reportage. Fliegen, wenn alles am Boden bleibt – wie soll das gehen? Ich habe zwei Flugbegleiterinnen gefragt – und bin am 15. Juni, dem ersten Tag nach einem monatelangen „Totalausfall“ der Flugbranche, selbst ins Flugzeug gestiegen.

Am 15. Juni, einem Montagmorgen, orientiere ich mich auf der Bahnsteigsuche in Wien-Mitte nach der standesgemäß gekleideten AUA-Mitarbeiterin. Der erste Zug zum Flughafen ist schon vergleichsweise gut besetzt. Am Flughafen angekommen folge ich den Piloten und Stewardessen. Es ist noch dunkel und recht leer in der Ankunftshalle. Keine große Aufregung. Auch keine Temperatur- oder sonstige Kontrollen. Noch keine Desinfektionsmittelspender oder Hinweistafeln. Beim Check-in ist dann schon mehr los: Businessmänner, Einzelpersonen, jung, alt, Mutter mit Kind, Backpacker-Pärchen stehen in der Warteschlange. Von allem ein bisschen was, wie sonst auch. Nur eben von allem ein bisschen weniger. Die Mitarbeiter sind freundlich und geduldig. Passagiere wundern sich wohl eher über die wenigen Maßnahmen als über die vielen. Außerdem erblicke ich ein Kamerateam und zusammenstehende Polizisten. Bei der Sicherheitskontrolle geht alles sehr schnell und unkompliziert. Personal steht in ausreichender Besetzung bereit, es kommt zu keinerlei Distanz-Problemen – auch, weil es bei mir nicht piepst.

Der Duty-Free ist geschlossen. Wie die meisten anderen Geschäfte auch. Das eine, das offen hat, wird mit einer Warteschlange belohnt. Frühstückshunger anscheinend. Am Eingang zum Gate F erwartet mich eine Flaggenparade der Austrian-Crew: circa 50 Mitarbeiter stehen für jeden Passagier Spalier, rufen fröhlich “Guten Morgen” und winken mit kleinen Austrian-Flaggen. Ein bisschen unangenehm ist dieser Spaziergang zum Gate dann doch. Meine Gesichtsfarbe gleicht sich den Austrian Farben an – rot-weiß-rot. Schließlich reflektiere ich über die vergangenen Monate. Wie war die Zeit wohl für die Mitarbeiter, deren „Office“ der Flughafen ist und die keine Möglichkeit haben, von zuhause aus zu arbeiten?

Spalier der AUA Mitarbeiter am 15. Juni
© Lisa Stepanek

Mit Maria M. (Name geändert) treffe ich mich an einem schönen Sommertag an einem österreichischen See. Wir sitzen auf einer Bank mit Blick auf das Wasser und sie erzählt mir von ihren Erinnerungen an die Zeit kurz bevor ganz Österreich in Heimquarantäne geschickt wurde. Ihr letzter Flug vor dem Lockdown ging sogar nach Italien. „Aber da wusste ich noch gar nicht, dass es mein vorläufig letzter sein wird. Das war im Februar, wir haben zwar schon alle eine Maske getragen, aber da wurde das eher noch belächelt. Das erste Mal, dass ich mitbekommen habe, da ist wirklich was los, war, als es eine Durchsage an Bord gegeben hat, dass am Flughafen in Mailand Fieber gemessen wird. Da habe ich gemerkt, okay, es ändert sich auch etwas für die Passagiere. Um meine eigene Gesundheit habe ich mir eigentlich nie Gedanken gemacht, bei uns wurde aber auch nie Fieber gemessen.“

Nina N. (Name geändert) erinnert sich an die letzten Tage vor dem Flugstopp. „Vor dem Flugstopp bin ich wirklich noch jeden Tag geflogen, da habe ich noch gar nicht gemerkt, dass Leute nach Hause wollen – es war eher so, dass Leute noch in den Urlaub geflogen sind. Das fand ich seltsam, weil damals der Corona-Virus schon sehr präsent war. Auf meinem letzten Flug hatten wir auch einen Corona-Verdachtsfall an Bord, das war dann eine ungute Stimmung in der Crew und bei den Passagieren, weil wir natürlich überhaupt nicht wussten, was jetzt mit uns passiert. Wir mussten lange mit einem vollen Flieger am Rollfeld warten, bis das Ärzteteam kam. Das war doch ein unbehagliches Gefühl. Erst da war ich dann wirklich um meine Gesundheit besorgt. Ich hätte nach dem Flug noch meine Familie gesehen, und da habe ich dann auch beschlossen, meine Familie nicht zu treffen. Das war mein letzter Flug und da habe ich dann auch schon erfahren, dass es danach keine Flüge mehr geben wird.“

© Lisa Stepanek

2019 war für den Flughafen Wien noch ein Rekordjahr. Rund 31,66 Millionen Passagiere zählte man (Quelle: Statista). Mitte März dann die Hiobsbotschaft. Der KURIER titelt am 16. März: „AUA und Laudamotion stellen Flugbetrieb ein, nur noch Rückholflüge“. „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass es gar keine Flüge gibt – dass hat es ja noch nie zuvor so gegeben“, sagt Maria M. Wir sehen während dem Gespräch Kondensstreifen am Himmel: „Wenn ich damals so wie jetzt ein Flugzeug am Himmel gesehen habe, war es schon ein echtes Highlight.“

Ich will von Maria und Nina wissen, wie sie die Zeit zuhause verbracht haben. Was macht man eigentlich als Flugbegleiterin, wenn man auf ungewisse Zeit in Kurzarbeit ist, und einen Großteil des Tages nicht mehr in Flugzeugen verbringt? „Ein paar Tage vor dem totalen Flugstopp habe ich mich noch im Fitnesscenter angemeldet, weil ich nicht dachte, dass das noch so ausartet“, sagt M. Für sie hatte der Lockdown aber auch positive Seiten: „Es ist schon mal schön, regelmäßig aufzustehen. Ich habe mir eine Zeit lang schon den Wecker gestellt, um nicht in den Tag reinzuschlafen.“ Nina stimmt zu, auch sie hat die flugfreie Zeit genossen. „Mir hat das alles richtig gut getan, ich habe nämlich sofort einen Rythmus gehabt, den ich sonst nicht hatte. Ich hatte meine fixen Zeiten, zu denen ich schlafen gegangen bin und aufgestanden bin. Ich habe auch lang aufgeschobene Pläne aufgenommen und erledigt. Es war eigentlich eine ganz interessante Zeit und es hat sich bei mir schon viel getan.“

Die Kurzarbeit war bei vielen, branchenunabhängig, auch von vielen von Unsicherheit und Ängsten geprägt. Wie gingen die beiden damit um, nicht zu wissen, wie lange sie noch „am Boden bleiben“? Von Maria M. erfahre ich, dass viele in der Kollegschaft verunsichert waren – „vor allem jene, die schon jahrelang, jahrzehntelang als Flugbegleiter arbeiten. Wenn man kein zweites Standbein hat, fragt man sich schon, okay, was macht man jetzt – vor allem wenn man auch schon in einem Alter ist, wo man nicht mehr so leicht etwas anderes findet.“ Auch N. hat sich viel mit Kollegen ausgetauscht, allerdings nur am Anfang des Lockdowns. Irgendwann sei es ihr zu viel geworden. „Natürlich ist eine allgemeine Verunsicherung da, jeder macht sich Sorgen.“ Ihr Credo sei aber gewesen, dass sie an der Situation nichts ändern könne, und es ihrer Meinung nach nicht sinnvoll war, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. „Nur noch darüber zu reden und sich gegenseitig nervös zu machen, wollte ich nicht. Aber ich wusste auch, falls ich gekündigt werde, wird es schwierig, einen neuen Job zu finden.“

© Lisa Stepanek

Laufend gab es Negativmeldungen in den Medien: Gehaltskürzungen bei Laudamotion, Stellenabbau bei der Lufthansa, LEVEL Insolvenz. Ich frage M., ob sie das getroffen hat. „Wenn man sich da hinversetzt, ist es natürlich arg, so von einem Tag auf den anderen gekündigt zu werden, das ist schon heftig. Ich habe mir aber nicht so Sorgen gemacht, da wir durch die Kurzarbeit vor Kündigung geschützt waren. Es wurde auch kommuniziert, dass nicht geplant sei, dass jemand vom Flugpersonal gekündigt wird.“

Die Gewerkschaft vida hat bei den Gehaltsverhandlungen zum neuen Kollektivvertrag der Flugbegleiter bei Laudamotion ordentlich Druck gemacht – es ging um 300 Jobs. Die Gewerkschaft verwies darauf, dass das Einstiegsgehalt dann deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle liegen würde. Hätten sie einer Gehaltskürzung, egal wie hoch, in ihrer jetzigen Situation zugestimmt, um ihren Job zu behalten? „Ja, ich glaub ich hätte zugestimmt. Ansonsten hätte ich ja gar nichts. Da nehm ich lieber weniger vom Gehalt, bevor ich meinen Job verliere“, sagt Maria. Nina ist da anderer Meinung. Sie würde nicht jeder Gehaltskürzung zustimmen. „Ich finde das ein wichtiges Thema und finde, dass wenn der Lohn so runtergeschraubt wird, das ist schrecklich, das gehört verboten.“

Irgendwann wurde dann der 15. Juni als Datum auserkoren, wo die Flieger wieder abheben dürften. Viel früher hat es M. auch nicht erfahren. Es war einfach ein „schauen wir mal, was passiert“, sagt sie. An diesem Tag steige auch ich zum ersten Mal wieder seit langem in ein Flugzeug, meine Einstellung gleicht der von Maria. Die Flüge scheinen gut ausgelastet zu sein. Das Rollband rollt noch nicht. München, der erste Flug des Tages, wirkt ausgebucht. Gleiches Bild bei Paris Charles de Gaulle. Die Damen vom Bodenpersonal wirken aufgeregt. Es herrscht gespannte Stille, daher höre ich sie tratschen: “Ich habe letzte Nacht kaum geschlafen, immer wieder aufgewacht, Angst gehabt, zu verschlafen. Weißt eh, jetzt wo doch alles wieder normal wird.”

© Lisa Stepanek
© Lisa Stepanek

Telefonate, aber noch immer von erhöhter “Alarmbereitschaft” keine Spur. Eine Frau hat es schon sehr eilig und stellt sich zehn Minuten zu früh vor die Schalter. Als das Boarding aufgerufen wird, ist es schnell vorbei mit der Distanz, der allgemeine Wettstreit um das Boardkarte-Scannen geht los. Es wird gedrängelt, sich gewundert, aber nicht zurechtgewiesen. Im Flugzeug dann etwas Stau, vor Betreten wird einem ein Desinfektionstuch ausgehändigt. Häufig benutzt wird es von den Passagieren allerdings nicht. Neu sind auch die Hygienehinweise und Ansagen von der Crew. Altbekannte klassische Musik ertönt. Menschen kann man Vorfreude oder Begeisterung im Gesicht nicht ansehen. Wenn, dann tatsächlich noch eher der Crew und dem Pilotenteam bei den Durchsagen. Der Flug startet pünktlich. Die Mittelreihen bleiben frei, alles läuft sehr unkompliziert und ruhig ab.

Vor meiner Ankunft in Paris werden Zettel ausgeteilt, auf denen man seine Daten angeben soll, um im Fall des Falles von den Gesundheitsbehörden kontaktiert werden zu können. Es gibt zu wenig Kugelschreiber – die werden dann – wenig Corona-freundlich – von Person zu Person weitergereicht. Bei der Ankunft in Paris gibt es keinerlei Kontrollen, keinerlei Fragen. Da heißt es nur noch: Bonjour.

Flughafen Paris Charles de Gaulle am 15. Juni
© Lisa Stepanek

Wir reden auch noch darüber, wie der erste Flug nach monatelanger Pause für sie war. Maria erzählt mir, dass sie sich nicht hundertprozentig wohl gefühlt hat an Bord, weil der Abstand gar nicht eingehalten werden kann. „Mit den Masken hat eigentlich alles gut funktioniert, die haben alle eine aufgehabt. Es war wirklich schön, mal wieder zu fliegen, ich habe es sehr vermisst.“ Und ist etwas anders, als vor dem Flugstopp, frage ich Nina. „Natürlich tragen alle Masken an Bord, was schon sehr anstrengend ist. Ich merke, dass die Passagiere viel verständnisvoller sind, auch viel mehr Respekt davor haben, dass wir jetzt gerade arbeiten in dieser Zeit. Ansonsten ist es aber wie vorher, was ich extrem schön finde.“

Ob sie jemals über Job-Alternativen nachgedacht haben? „Nein“, sagt M. „Ich habe daneben auch noch Pläne. Bei mir war nicht so die Angst, dass ich gar nichts habe, sollte ich gekündigt werden, weil ich gewusst habe, dass ich noch andere Möglichkeiten habe.“ Für Nina N. war es eine ähnliche Situation. „Ich bin außerdem alleine, habe niemanden den ich versorgen muss, und hatte daher auch kein Problem mit dem Kurzarbeit-Gehalt. Ich wusste, ich könnte einige Zeit mit dem Geld, dass ich angespart habe, auskommen. Da gibt es andere Leute, die hatten viel größere Sorgen als ich.“  

Könnte sie nochmal wählen, würde sie jetzt eine Berufsrichtung einschlagen, die krisensicherer ist? „Ja, ich glaube schon, da würde ich jetzt schon drauf achten – weil man sich die Gedanken halt auch erst macht, wenn man einen Job hat, wo es eben nicht so ist. Daran hätte ich zuvor eben auch nie gedacht, ich habe noch nie eine Krise miterlebt. Ältere Kollegen berichteten schon, dass sie mehrere Krisen miterlebt haben – aber keine war so schlimm wie jetzt“, sagt Maria. Nina hat realisiert, dass sie nicht auf das Fliegen angewiesen ist, erzählt sie mir. Durch den Virus sei es in der Flugbranche aber natürlich total unsicher, meint sie. Trotzdem würde sie nicht speziell darauf achten, einen krisensicheren Karriereweg einzuschlagen. „Ich sehe meiner beruflichen Zukunft positiv entgegen und mache mir da nicht so große Sorgen. Wir sind ja trotzdem nochmal gut weggekommen. Das Tolle an meinem Beruf ist, dass wir viel durch die Welt fliegen und ich schätze das – mit allen Risiken und Gefahren.“

Luna im Lockdown

Mein Hund ist im Lockdown! Doch das macht ihr alles nichts aus, denn mit den einfachen Regeln Abstand halten, regelmäßige Hygiene und dem obligatorischen Leckerli danach, lässt sich der Freilauf auch schön genießen.


Kulturszene stellt Forderungen an Koalition

Wien. Die Kunst- und Kulturszene hat im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben, welche Forderungen sie an das zukünftige Koalitionsprogramm stellen. Ihre Standpunkte wollen rund 75 Einrichtungen und Organisationen, die sich diesen Forderungen angeschlossen haben, in den anstehenden Verhandlungen vertreten wissen. Das Koalitionsprogramm der österreichischen Kunst- und Kultur-Interessensvertretungen enthält zwölf konkreten Forderungen.

Adaption der Kulturpolitik gefordert

Gerhard Ruiss von der Interessensgemeinschaft (IG) Autorinnen Autoren betont: „Es geht um eine Professionalisierung der Arbeitsbedingungen zwischen der Kunst- und Kulturszene und der Politik.“ Man wolle sich rechtzeitig in die Sondierungen einbringen und nicht erst mit einem fertigen Regierungsprogramm auseinandersetzen. Außerdem wird die Forderung nach einem eigenen Kunst- und Kulturministerium laut. „Sechs ministerielle Zuständigkeiten, das ist ein bisschen viel“, so Ruiss.

„Österreich ist ein Kultur-, ein Musikland“, stellt Harald Huber vom Österreichischen Musikrat fest. Seit 2014 gäbe im Bildungsministerium keinen Ansprechpartner. Die 200.000 SchülerInnen, die in Österreich in Musikschulen sind, scheinen in keiner Bildungsstatistik auf. Dass diese nicht als Bildungsleistung anerkannt werden, sei ein weiteres Defizit.

Die Frage nach der Bezahlung

Die EU-Richtlinie sowie internationale Verpflichtungen sollen ehestmöglich in nationales Recht umgesetzt werden. Die IG der Übersetzerinnen und Übersetzer, von Werner Richter am Podium vertreten, stimmt zu. In der Kritik an dem sogenannten „Upload-Filter“ seien andere vorliegende Verbesserungen untergegangen. Viele KünstlerInnen hätten diese Richtlinien auch mitgetragen. „Kunst kann ja nicht gratis sein, wir wollen alle von unserer Kunst leben“, sagt Richter. Die Forderung nach angemessener Vergütung und die Vertragsanpassung seien etwas, „was wir eh schon seit langem fordern“.

Die kommende Bundesregierung soll sich, wenn es nach Maria Anna Kollmann vom Dachverband Filmschaffende geht, auch der sozialen Lage von KünstlerInnen annehmen. Kollmann macht auf Altersarmut, akute Armutsgefährdung und Versicherungslücken aufmerksam. Und auch im Bereich der Arbeitslosenabsicherung gäbe es viel zu tun: „Das ist die Chance für die neue Regierung, hier etwas grundlegend zu verbessern.“ Künstler müssten wie Unternehmer agieren, unterstreicht Ulrike Kuner von der IG Freie Theaterarbeit. Diese hat im Jahr 250.000 Beratungen durchgeführt, auf rechtlicher und administrativer Ebene herrsche Unsicherheit.

“Dornröschenschlaf der Kulturpolitik”

Yvonne Gimpel von der IG Kultur Österreich sagt, Kulturförderung solle auch abseits vom „Kultur-Hotspot“ Wien geschehen. Ihrer Meinung nach gibt es seit Jahrzehnten riesige Baustellen: „Den Dornröschenschlaf der Kulturpolitik wollen wir wachküssen.“ Klare Mindeststandards für die Arbeitsbedingungen seien notwendig. Über kurz oder lang sei dies auch nicht ohne Budgetaufstockung möglich, um Qualität und Quantität zu sichern.

Riess blickt abschließend auf die Makroebene: Sein Plädoyer umfasst die Sicherung der Medienfreiheit und -vielfalt, insbesondere die Unabhängigkeit des ORF bei der nächsten Reform. Die Medienförderungsreform solle auch auf die Realisierung des öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Kulturauftrags und auf die Beachtung des nichtkommerziellen Mediensektors Wert legen.


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=G3IEdN93eYM

Liebe Lisa,

No feeling is final.

Du hast das Wort um eine spätnächtliche Uhrzeit ergriffen. Ich kann es dir sagen, es ist 01:03 Uhr. Du sitzt vor einem Bildschirm und tippst einen neuen Blogeintrag. Das kam in den letzten Monaten selten vor. Die Tasten zu bewegen und die Buchstaben zu verfolgen, wie sie einer nach dem anderen erscheinen.

Brief an mich, letter to myself, picture of me



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found and loved

found and loved. The title of one of my Spotify Playlists. I don’t know actually how I came up with this title, it was probably another late night when I couldn’t sleep. I remember, I sat on the balcony in Vienna, cuddled in blankets and reminiscing.

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ANNIE

It’s been a while. And while I’m slowly starting to type on my keyboard again and letter by letter appears on the screen, I feel it was about time to publish something on the blog again.
I have actually written quite a lot in the past. But more in my diary/journal/callitwhateveryoulike instead of ‘publicly’ on the internet. I was craving paper under my hands and a pen between my fingers. I was craving for analog life if that is an expression, that could sum up the past months.
Today, I wrote down a question in my journal. “What keeps you alive”, it says. Life kept me alive lately. And that is, by far, the most enriching and inspiring thing that can happen to any human being, in my opinion.

That doesn’t mean that there haven’t been any troubles, no anxiety, no stress. There has been a lot of this too. Especially at the end of summer, late August until late September. There has happened a lot of changes, decisions, followed by consequences. Most of them, I took on myself. I started figuring out a lot and I started to take care of my own life a little bit more. I moved to Vienna, to a nice apartment, searched for roommates, found two amazing ones who make me smile every time we’re meeting in the kitchen. I worked, commuted from Vienna to Graz almost every single weekend just for work until I had to quit simply because it took too much of my energy. I spent lots of time with friends, made new friends, met with friends I haven’t seen for several years.

Oh, and a new year. 2019. Crazy shit. What has happened to the old year, to the year, that made me take so many risks at once, that taught me how to stay alive? What happened to the year, that let me do things I didn’t dare before?

I summed it up on the 31st of December while sitting on the second floor on a sofa in my so beloved Swedish hometown. On a day, when I finally had the serenity to reflect on my lovely lived life.

a year of joy, beautiful adventures,
new experiences, lovely people, changes, decisions,
consequences.
and a year ahead,
seeming to get no less exciting.

Down here, you see a picture of me. It’s a very old, yet unpublished picture of me wrapped in clingfilm (had to google that word). It was for an art project at my former school. It’s inspired by a similar picture Annie Leibovitz took of some guy, probably someone famous. Can’t remember his name.
A not very current link to an interview with Annie Leibovitz, unfortunately only in German. I like her answer to the first question.
Anyways, this picture means quite a lot to me. Every time I stumble across it on my computer, I feel and think differently about it. Let’s call it ‘Freedom of feeling’ this time.

march recap

via
(1) Jeans ‘Kimberley Slit’ Kings of Indigo via aboutyou.at (2) Lena Seamless Bralette via Essentials for Zula (3) Jäckle & Hösle

March started with a quite spontaneous but very beautiful trip to Vienna, where I and my friend Laura met another friend of ours, Elena. I took the bus Friday evening when Laura and Elena came home from work and walked to Elena’s beautiful apartment (luckily I could find my way quite easily thanks to Laura’s great description because it was freezing cold outside and I really didn’t want to stay any longer outside than needed). I’ve actually never seen Elena for long before, we met just shortly once. But it was so nice to spend the weekend with lovely friends and to talk lots ‘girly stuff’. Saturday was fully packed, we visited two different Vintage clothes fleamarkets, where I bought a beautiful small black shoulder bag for 8€ and a dark blue oversized (super comfy!!!) sweater for 9€. Really happy with my finds. While we went to an Asian restaurant, we walked by an English Cinema and saw that they’d play Call Me By Your Name just one hour later. We decided spontaneously to go and watch it and oh my god, what a great movie! Huge recommendation for everybody, go and watch this movie, it’s amazing and worth to see. Timotheé Chalamet is a great young actor and I would have loved to see him receiving an Oscar.
On Sunday it was already time to go back because I had to work in the evening. But still, it was a beautiful trip and having seen Elena’s apartment, I’ve got even more excited to maybe soon live and study in Vienna myself. Also, I’m hoping that me, Laura and Elena are going to meet each other soon again, we have already been making plans for the near future.

But I made an even bigger trip in March than traveling to Vienna. I visited Oslo and my dear friend Paula, who currently lives there. It was such a beautiful trip, filled with activities, laughter and deep talks, good food and meeting new people. I really enjoyed these five days and was kinda sad to leave the city and Paula. Although she and her friend Fabian from Uruguay, who is also working and living in Oslo, flew to Austria just two days after my return, as they were spending the Easter holidays here. I’m planning on writing an extra post about my time in Oslo, probably also with some info about the city and tips on how to get there.

The last month was in general very filled with meeting friends again. For example, I met Irina over a very good Asian dinner to congratulate her on her birthday a little in advance. Then I slept over at my friends Kristin’s place and we spent the night together with some friends. On the same evening, a small personal change has happened too: Kristin cut me bangs! And I love my new hairstyle, never had bangs before but as Kristin is currently doing an apprenticeship at a hairdresser, she got to practice and I got a different look with which I’m super happy. 🙂
Not to forget the two coffee-and-cake dates I had with Magda (she got her driving license and drives so well, I was extremely impressed, as I still suck at this whole driving-thing) and we talked for hours while eating super yummy waffles at a café that she showed me. And I met Laura, actually my colleague at work but for sure as much a friend as a colleague, over a cup of super tasty Chai Latte and we agreed that we have to repeat this very soon. A little shooting can’t be missing in my monthly recap, I met Jakob and we took around thousand pictures. Still, haven’t had the time to look through them – and who knows when that’s gonna happen anyway, as my next couple of weeks are fully planned already. I’m gonna work as usual, take my last eight hours of driving lessons split up on four dates (finally got a date for the driving test, I’m gonna be done by 30th of April if everything goes alright – fingers crossed!), do some stuff for my exchange student organisation and last but not least write my admission test at the university in Vienna on 24th of April (fingers crossed for that day too please) for which I still have to prepare and study.

Even though the month of March has been quite busy (but in a very good way!), I still got the time to do a little “fashion research” on the internet. I found two pieces which now are on top of my wishlist. One is this seamless bralette from Essentials for Zula (I started doing some workouts and a multifunctional and good-looking bralette like that would be a perfect addition) and the other one is this pair of Jeans from Kings of Indigo. I do have several jeans, although not a single one which fits perfectly. They are currently on sale too!
Recently, I came across an interesting webshop as well, it’s called House of Dagmar, located in Sweden and although their items are quite pricey, the designs and their sustainable approach are definitely to recommend.

Sure, there are more pages to recommend! Time for my five favorite blog posts/articles from last month.

  • A great article published on the homepage of German newspaper “Die Zeit” that makes you think about how much the work of artists and all kinds of creative workers is worth. And a suggestion that people who create and people who consume value this work a little more, not only with words and prayers but with actual and fair payment.
  • Vreni from Jäckle & Hösle takes us through her room and not only are the interior pictures super inspiring (giving me lots of ideas for my own apartment) but also her words are carefully chosen to describe her relationship to this room.
  • Masha Sedgwick always makes me wonder about society and their prejudices. It’s quite often that I don’t share her opinion, also in this blog post, there are some parts where I could agree and some, where I think she’s mixing things up. In addition to the topic in her Sunday post that Influencers have got no talents whatsoever, I read another article in “Die Zeit” which made me think of Masha’s post again. Interesting to read and to look at it from different angles!
  • Christine Polz shared some very helpful photographing tips and now I really want to experiment with night sky photography as well.
  • How many times have I already recommended the blog Flying Away?! I don’t know, but it doesn’t really matter anyway, I’m just gonna keep recommending it. This time, a beautiful post filled with stunning pictures from Madeira.

happy easter [featuring tb april pictures]


Eigentlich fast schon nachträglich von mir auch noch ein kleiner Ostergruß. Zusammen mit ein paar Bildern, die vor ziemlich exakt zwei Jahren entstanden sind. Wahnsinn, 2016 kommt mir vor wie gestern – und nachgerechnet ergeben es dann doch ganze zwei Jahre. Um ehrlich zu sein, ist es schon sehr spät und ich weiß gar nicht mehr, welchen schriftlichen Rahmen ich diesen Bildern geben soll, außer eben dem zeitlichen. Hab mich auch einmal wieder ein bisschen mit Collagen herumgespielt, das habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gemacht!

Mein Osterwochenende war äußerst beschaulich, dieses Jahr habe ich es auch gar nicht richtig mitbekommen, das es schon soweit war. Wir haben am Karsamstag Osterjause gemacht und das klassische Eierpecken durfte natürlich in alter (Familien-)Tradition nicht fehlen. Am Ostermontag kommt meine Oma zu Besuch, ich muss allerdings arbeiten. Zum Glück ist es jetzt wieder etwas ruhiger, der März war doch einigermaßen gefüllt, aber ich glaube, der April wird dem um fast nichts nachstehen, in der Retroperspektive. Also unterbeschäftigt bin ich definitiv nicht, auch neben der Arbeit sind meine Tage eigentlich immer mit diversen Vorhaben ausgefüllt. Ich habe ein altes Hobby wiederentdeckt, Scrapbooking. Das habe ich damals in Schweden ja wirklich regelmäßig gemacht und irgendwie fehlte mir zuhause häufig Ruhe, Zeit und Muße, mich diesem kreativen Prozess hinzugeben. Zumal es auch immer ein Reflexionsprozess ist, in dem ich Gedanken und Gefühle revue passieren lasse. Momentan versuche ich ja tendenziell doch eher, mich in der Zukunft oder zumindestens im Jetzt zurechtzufinden.

Die lieben und schönen Menschen auf den Bildern sind übrigens Monika und Sabeth, wahrscheinlich schon oft gesehen hier auf dem Blog. Apropos revue passieren, ein März Recap folgt sicherlich in den nächsten Tagen. Hab diese Woche nur zwei Dienste, juhu 🙂

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